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SEO & Linkwert · Wissen

Wie vererben Links ihren Wert („Linkjuice“)?

Die Gründungsidee moderner Suche: Jeder Link ist eine Zitation, und Seiten, die von vertrauten Seiten zitiert werden, verdienen selbst Vertrauen – Wert fließt entlang der Links, von Seite zu Seite.

Der Volksbegriff „Linkjuice“ trifft das Fließende und verfehlt den Rest: Nicht alle Links sind gleich, Kontext und Platzierung zählen mit, und Suchmaschinen sind längst über das rohe Zählen hinaus.

Was einen Link stärkt, was ihn schwächt – und die Rolle von nofollow

Das klassische Modell: Eine Seite hält ein gewisses Maß Autorität und verteilt einen Anteil davon über ihre ausgehenden Links – was schon die Verdünnungs-Intuition erklärt: Ein Link von einer starken Seite sagt mehr als einer von zweihundert derselben Seite. Die moderne Realität verfeinert das, statt es zu ersetzen: Links von thematisch verwandten, redaktionell gepflegten Seiten wiegen mehr; ein Link im Fließtext eines Artikels übertrifft einen im Footer, der sich über tausende Seiten wiederholt; und Frische, Anker-Kontext und das eigene Standing der verlinkenden Seite fließen ins Urteil ein. Was nofollow in diesem Bild ändert: Ein nofollow-Link ist von der Stimme ausgenommen – seit der Hinweis-Ära 2019/2020 nicht zwingend auf exakt null, aber für die Planung gilt: „vererbt keinen Wert“. Zwei Praxis-Konsequenzen: Für Ihre eingehenden Links – ein natürliches Profil enthält beide Sorten, weil echte Erwähnungen im Web schlicht in beiden Geschmacksrichtungen kommen; ein Nur-follow-Profil wirkt konstruiert. Für Ihre ausgehenden Links – die Wertlogik ist genau der Grund, warum handverlesene Follow-Links auf wirklich starke Quellen ein Qualitätssignal der eigenen Inhalte sind, und warum der Ansatz Sicherheitsnetz-plus-Ausnahmen (nofollow breit erzwingen, die bewussten Stimmen per Whitelist und Bypass freihalten) zur tatsächlichen Funktionsweise des Werts passt.

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