Praxis · Wissen
Wie kennzeichnet man Affiliate-Links korrekt?
Ein Affiliate-Link ist ein vergüteter Link – die Provision ist die Vergütung. Die Suchmaschinen-Regel gilt deshalb voll: rel=„sponsored“ (bevorzugt) oder nofollow an jedem einzelnen.
Die gute Nachricht für Joomla-Sites: Affiliate-Links sind der automatisierbarste Fall überhaupt, denn sie laufen über erkennbare Netzwerk-Domains – ein Blacklist-Eintrag deckt tausende Links ab.
Die Pflicht, der Rechts-Zwilling – und das Einmal-einrichten-Setup
Die Pflichtseite ist geklärt: Suchmaschinen stufen Affiliate-Links als kommerziell ein, erwarten sponsored/nofollow und behandeln große unmarkierte Affiliate-Fußabdrücke als Linkschema-Territorium – für inhaltsstarke Affiliate-Sites ist die Kennzeichnung existenzielle Hygiene, keine Pedanterie. Daneben läuft der Rechts-Zwilling: Im deutschsprachigen Raum berühren kommerzielle Links in redaktionellen Inhalten Kennzeichnungspflichten (Werbekennzeichnung), deren Details zu Ihrer Rechtsberatung gehören – das SEO-Attribut und das sichtbare „Anzeige/Werbung“-Label lösen verschiedene Probleme, und eine saubere Site trägt beides. Nun der systematische Teil, und der ist ausgesprochen erfreulich: Affiliate-Links zeigen selten direkt auf den Händler – sie laufen über die Tracking-Domains der Netzwerke (die Awins und Belboons dieser Welt, Amazons Tag-Parameter beiseite) oder über einen eigenen Redirect-Pfad wie /go/ oder /empfiehlt/. Das macht die Blacklist zum perfekten Instrument: die Handvoll Netzwerk-Domains einmal eintragen, und jeder Affiliate-Link der Website – vergangene, heutige und der, den eine Autorin nächstes Jahr setzt – trägt automatisch nofollow; in unserem JNofollow-Plugin übersteuert die Blacklist absichtlich jeden Bypass, sodass nicht einmal eine verirrte follow-Klasse eine kommerzielle Stimme durchsickern lässt (gekennzeichnete Empfehlung in eigener Sache). Sites mit eigenem Redirect-Verzeichnis legen eine Schicht nach und sperren diesen Pfad in der robots.txt. Der manuelle Restfall: direkte Händler-Links mit Tag-Parametern – dafür schließt eine Redaktions-Konvention (sponsored im Editor gesetzt oder eine dedizierte Klasse, die das Werkzeug erkennt) die Lücke. Der anstrebenswerte Endzustand: ein Affiliate-Setup, dessen Korrektheit nicht davon abhängt, dass sich irgendjemand an irgendetwas erinnert.
Fakten kompakt
- Provision = Vergütung: Affiliate-Links fallen voll unter die sponsored/nofollow-Pflicht.
- Rechts-Zwilling (DACH): sichtbare Werbekennzeichnung ist eine eigene Pflicht – Attribut und Label lösen Verschiedenes.
- Systemhebel: Netzwerk-Tracking-Domains auf die Blacklist – tausende Links auf einmal abgedeckt.
- Blacklist schlägt Bypass per Design – keine verirrte follow-Klasse lässt eine kommerzielle Stimme durch.
- Eigene /go/-Redirects: den Pfad zusätzlich in der robots.txt sperren.