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Ist nofollow ein Befehl oder nur ein Hinweis?

Seine ersten vierzehn Jahre wurde nofollow wie eine Anweisung behandelt: Markierte Links vererbten nichts, Punkt. Im September 2019 stufte Google alle drei Attribute (nofollow, ugc, sponsored) zu Hinweisen um – Signale, die die Suchmaschine gewichten darf, keine Befehle, denen sie folgen muss.

Seit dem 1. März 2020 gilt das Hinweis-Modell auch für Crawling und Indexierung: Ein nofollow-Link garantiert nicht mehr, dass das Ziel ungecrawlt bleibt.

Warum die Änderung kam – und was sich für Betreiber wirklich ändert

Googles erklärter Grund: Bis 2019 trug so viel Web pauschales nofollow (ganze Nachrichtenseiten, sämtliche externen Wikipedia-Links, die meisten großen Plattformen), dass Gehorsam als Anweisung hieß, eine riesige Scheibe des Linkgraphen wegzuwerfen – wertvolle Daten darüber, was das Web für zitierwürdig hält. Die Attribute als Hinweise zu behandeln lässt die Maschine die Musterinformation nutzen und die Kernbotschaft des Betreibers trotzdem respektieren. Die Praxis-Übersetzung für Betreiber ist beruhigend klein. Erstens: Ihre Pflichten sind unverändert – bezahlte Links müssen markiert werden, und UGC zu markieren bleibt der vernünftige Standard; der Hinweis-Status weicht die Richtlinien nicht auf, er ändert nur, was die Maschine daraus macht. Zweitens: Erwartungen neu kalibrieren – nofollow ist ein Wunsch, keine Mauer. Wer eine Seite aus dem Index halten muss, nutzt noindex oder Zugriffsschutz, nie nofollow an Links, die auf sie zeigen (die Crawl-Budget-Frage gräbt in diesem Nachbar-Mythos). Drittens: Nichts an der Änderung macht siteweite Hygiene weniger nützlich – der Hinweis wird weiter gelesen, in der überwältigenden Masse der Fälle weiter respektiert, und bleibt das korrekte Etikett für Links, für die Sie nicht bürgen. Kurz: Weiter das Richtige tun – nur aufhören, es für eine Garantie zu halten.

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